Kurz und knapp
17. März 2026

Foto: UHH/Vogiatzis
IMV-Lab stellt Ergebnisse von drei Jahren Forschung zur Wirkungsmessung vor +++ 170 Teilnehmende beim internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj in Hamburg +++ Neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Verbreitung von Radikalisierung, Intoleranz und politischen Extremismen +++
IMV-Lab stellt Ergebnisse von drei Jahren Forschung zur Wirkungsmessung vor
17. März. Wie können soziale und ökologische Wirkungen von Organisationen messbar und sichtbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich in den vergangenen drei Jahren das Impact Measurement and Valuation Lab (IMV-Lab). Das von der Universität Hamburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführte und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Forschungsprojekt analysierte und bewertete unterschiedliche Ansätze der Wirkungsmessung und entwickelte gemeinsam mit sozialen Innovator:innen praxisnahe Instrumente. Seitens der Universität Hamburg waren Chief Sustainability Officer Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons sowie Felizia von Schweinitz an dem Projekt beteiligt.
Zum Projektabschluss werden die zentralen Ergebnisse im Rahmen eines digitalen Workshops am 27. März 2026, von 13 bis 14 Uhr, mit Akteur:innen aus der Impact Community diskutiert. Die Teilnahme ist für alle Interessierte über ZOOM möglich.
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170 Teilnehmende beim internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj in Hamburg
17. März. 170 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg sowie dem Umland nahmen am 13. März 2026 am internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj teil. Er fand erneut im Geomatikum am Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg statt. Während der zweistündigen Wettbewerbslaufzeit galt es, so viele mathematische Aufgaben wie möglich zu lösen. Neben mathematischem Fachwissen waren Teamgeist, Einfallsreichtum und logisches Denken gefragt. Diese Fähigkeiten stellten die 38 teilnehmenden Teams unter Beweis. Prof. Dr. Paul Wedrich, Professor am Fachbereich Mathematik, begrüßte die Schülerinnen und Schüler und moderierte den Wettbewerb, der zum dritten Mal in Folge von Doktorand Karim Ritter von Merkl organisiert wurde. Zwischen Wettbewerb und Ergebnisbekanntgabe erhielten die Teilnehmenden zudem Einblicke in die mathematische Forschung am Fachbereich: Die Doktoranden Alea Hofstetter und Leon Goertz berichteten von ihrer Forschung und ihrem mathematischen Werdegang. Bachelorstudentin Ha An Nguyen besprach gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ausgewählte, besonders anspruchsvolle Aufgaben aus dem diesjährigen Wettbewerb. Am Ende siegten das Seniorenteam des Christianeums mit 32 gelösten Aufgaben und in der Junior-Kategorie das Team des Gymnasiums Wentorf mit 29 gelösten Aufgaben. Weitere Informationen zum Náboj-Wettbewerb gibt es auf der Fakultäts-Webseite.
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Neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Verbreitung von Radikalisierung, Intoleranz und politischen Extremismen
11. März. Zuwächse bei der Verbreitung von Vorurteilen und Intoleranz – das ist eines der Ergebnisse, das jetzt auf der MOTRA-Jahrestagung (Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung) vorgestellt wurde. MOTRA ist ein Forschungsverbund im Kontext der zivilen Sicherheitsforschung, der seit 2019 das Radikalisierungsgeschehen in Deutschland, seine Hintergründe und Entwicklungen erforscht. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse bereitzustellen, die Politik und Praxis unterstützen. Wesentliche Teile der Erkenntnisse stammen aus den bundesweit repräsentativen Befragungen „Menschen in Deutschland“ sowie „Menschen in Deutschland: International“, die durch die Forschungsteams am Institut für Kriminologie an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg (Prof. Dr. Peter Wetzels/Prof. Dr. Katrin Brettfeld) in Kooperation mit dem German Institute for Global and Regional Studies (Prof. Dr. Thomas Richter) durchgeführt werden.
Die Ergebnisse zeigen neben deutlichen Zuwächsen der Verbreitung von Vorurteilen und Intoleranz eine vermehrte Akzeptanz und Offenheit für ideologisch unterschiedlich eingebettete Formen rigider, autoritaristischer politischer Einstellungen, insbesondere mit Blick auf rechtsextreme und islamistische Positionen, unter den Menschen in Deutschland. Gewachsen sind parallel dazu auch damit in Zusammenhang stehende Besorgnisse und Bedrohungsgefühle. Politischer Extremismus ist insofern weiterhin ein hoch relevantes Thema. Mehr zu den Ergebnissen findet sich auf der Seite der Fakultät für Rechtswissenschaft.
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TV- und Streaming-Tipp: UHH-Forschende bei „Terra X: Ungelöste Fälle der Archäologie“
20. Februar. In der ZDF-Sendung „Terra X: Ungelöste Fälle der Archäologie“ geht Harald Lesch jede Woche spannenden wissenschaftlichen Phänomenen auf den Grund – und in den kommenden beiden Folgen stellen Forschende des Exzellenzclusters „Understanding Written Artefacts“ ihre Erkenntnisse vor. Am 22. Februar erklärt Prof. Dr. Kaja Harter-Uibopuu in der Ausgabe „Geheimnisvolle Kugeln“ die Funktionsweise antiker Losmaschinen, die Grundlage der Demokratie im damaligen Athen waren. Noch heute finden Archäologinnen und Archäologen die Kugeln, die zum Losen verwendet wurden. Eine Woche später, am 1. März, geben Röntgenphysiker Christian Schroer und Assyriologin Cécile Michel in der Folge „Magische Zeichen“ spannende Einblicke in die Arbeit mit dem weltweit einmaligen, mobilen Computertomographen ENCI, der versiegelte Keilschrifttafeln lesbar macht. Die Sendungen laufen jeweils um 19.30 Uhr und sind ab jetzt in der ZDF-Mediathek im Stream verfügbar.
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Neue „Vorlesung für alle“ als Video: Kommen wir je wieder aus der Spirale von Krieg und Aufrüstung heraus?
29. Januar. Fast vier Jahre nach der Invasion der Ukraine durch Russland herrscht immer noch erbitterter Krieg. Ein Waffenstillstand oder gar Frieden sind nicht in Sicht. Gleichzeitig investiert die Bundesrepublik so viel Geld wie nie in die Rüstung. In seiner „Vorlesung für alle“ im Deutschen Schauspielhaus hat Dr. Ulrich Kühn vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik sich damit beschäftigt, wie viel es zur Abschreckung Russlands braucht und zugleich auf die Erfahrungen aus vergangenen Krisen zurückgeschaut. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern diskutierte er, wie im 21. Jahrhundert Wege zu einem friedlichen und sicheren Miteinander aussehen könnten. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist jetzt online verfügbar (YouTube). Die Reihe „Vorlesung für alle“ wird durch die Joachim Herz Stiftung und im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern gefördert.
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