Sonja Kanemaki und Michèle von KocembaHauptsache Naturschutz? Was Nationalparks mit Kolonialismus zu tun haben
Nationalparks und Wildtierreservate sind beliebte Reiseziele und wichtige Einnahmequellen. In touristischen Darstellungen stehen Biodiversität und Naturschutz oft im Vordergrund, doch die Vergangenheit der Schutzgebiete und die Lebensrealität der Anwohner:innen werden kaum thematisiert.
Insbesondere im Globalen Süden locken eine reiche Wildtierpopulation und beeindruckende Landschaften viele Tourist:innen in die Schutzgebiete. Viele dieser Gebiete wurden während der Kolonialherrschaft eingerichtet, um Ressourcen zu sichern – häufig mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung am Rande der oft stark militarisierten Schutzgebiete. In dieser Unterrichtseinheit sprechen wir über die Entstehungsumstände von Schutzgebieten im Globalen Süden am Beispiel Tansania in Ostafrika, einer ehemaligen deutschen Kolonie. Gemeinsam mit den Schüler:innen wollen wir ergründen, wie historische Landnutzung, Kolonialismus und heutiger Naturschutz zusammenhängen. Ziel ist es, ein Verständnis für die historischen Hintergründe, gegenwärtige Herausforderungen sowie soziale und kulturelle Folgen des Naturschutzes zu entwickeln.
Keywords: Naturschutz, Kolonialismus, Menschenrechte
Sofern es im Vorfeld Fragen zum Inhalt des Vortrages geben sollte, wenden Sie sich gern an die Vortragenden.
Vortragende: Sonja Kanemaki und Michèle von Kocemba, Universität Hamburg, Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften, Institut für Geographie
Jetzt anmelden
- Zeitpunkt: am20.01.2026von10:00bis14:00 Uhr
Hauptsache Naturschutz? Was Nationalparks mit Kolonialismus zu tun haben
Termin abgelaufen - Zeitpunkt: am22.01.2026von10:00bis14:00 Uhr
Hauptsache Naturschutz? Was Nationalparks mit Kolonialismus zu tun haben
Termin abgelaufen