Auftaktveranstaltung „MatheFest“: Passgenaue Förderung für Kita- und Grundschulkinder

Das durch die Vektor Stiftung geförderte Projekt des Instituts für Mathematik hat das Ziel die mathematischen Basiskompetenzen von Kindern durch die Einrichtung fester Lerngruppen in Kitas und Grundschulen zu fördern. Zur Auftaktveranstaltung kamen zahlreiche Grundschullehrkräfte und Erzieher:innen.

PHKA-Förderprojekt „MatheFest“: Mehr als die Summe aus „MatheClub“ und „MatheWerkstatt“. Foto: Eric Hund/Pädagogische Hochschule Karlsruhe

PHKA-Förderprojekt „MatheFest“: Mehr als die Summe aus „MatheClub“ und „MatheWerkstatt“. Foto: Eric Hund/Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Viele Grundschullehrkräfte und Erzieher:innen waren am Dienstag, den 14. Januar 2025 um 17 Uhr an die Pädagogische Hochschule gekommen, um der Auftaktveranstaltung des von der Vector Stiftung geförderten Projekts MatheFest beizuwohnen.

Ziel des Projekts ist es, die mathematischen Basiskompetenzen von Kindern durch die Einrichtung fester Lerngruppen in Kitas und Grundschulen zu fördern. Passgenau und nachhaltig. Auf Initiative von Prof. Dr. Christiane Benz und Prof. Dr. Sebastian Wartha (beide PHKA) sollen in der Region Karlsruhe innerhalb von drei Jahren insgesamt 80 Mathematikfördergruppen in Kitas und Grundschulen etabliert werden – 35 in Kitas, 45 an Grundschulen.

Um dies zu verwirklichen arbeitet das Institut für Mathematik der PHKA eng mit dem Zentrum für Lehrerbildung, Zweigstelle Karlsruhe, und dem Staatlichen Schulamt Karlsruhe zusammen. Dazu kommt als wichtige Basis eine langjährige Kooperation mit einzelnen Karlsruher Grundschulen und Kitas. Auch deren Vertreter:innen stellten sich an diesem Abend vor.

Die Lehrerin Atessa Schily von der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Heidelsheim besucht und berät als Lehrbeauftragte der PHKA die beteiligten Schulen und erläutert dort die Passung „Diagnose – Förderung“ als Teil des Projekts. Die ehemalige Erzieherin und nun Studentin der Kindheitspädagogik Christiane Monville berichtete, wie gerne sie fachwissenschaftliche Kenntnisse zu Mathematik im Elementarbereich schon als pädagogische Fachkraft gehabt und angewendet hätte. Die Mathe Werkstatt im Projekt, deren Ziel es u.a. ist, pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich in der frühen mathematischen Bildung zu qualifizieren, gehe hier genau den richtigen Weg. Matthias Kaltenbach, Rektor der Friedrich Ebert Schule in Karlsruhe und ehemaliger Student an der PHKA, lobte das Konzept des Karlsruher Mathe Club (kmc). Für die Schüler:innen und Lehrkräfte bieten diese wöchentlichen 60minütigen Fördersitzungen einen absoluten Mehrwert. Ein großer Vorteil sei auch der relativ geringe Organisationsaufwand für die Schulen selbst.

In einem anschließenden Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Sebastian Wartha weitere Besonderheiten des Projekts vor: Alle profitieren: Kinder, Lehramtsstudierende und Lehr- und Fachkräfte, Kinder mit Schwierigkeiten in Mathematik erhalten Unterstützung, Mathematik-Lehramtsstudierende erproben Diagnostik und verschiedene Förderformate in der Praxis und die Fortbildung der Lehr- und Fachkräfte verankert das diagnostische und methodische Know-how nachhaltig in den beteiligten Einrichtungen. Zudem begegnen sich Studierende, Fach- und Lehrkräfte auf Augenhöhe immer mit der Bereitschaft, durch die einmalige Verzahnung von Theorie und Praxis voneinander zu lernen.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung konnten die Besucherinnen und Besucher bei Saft und Brezeln in den Räumen der Mathematik verschiedene Aufgaben und Materialien ausprobieren und mit Projektmitarbeitenden ins Gespräch kommen.

Unter www.mathe-fest.de stellt das Projekt Mathe Fest für alle Interessierten weitere Informationen zur Verfügung. Ziel ist, einen niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen. Dazu tragen unter https://www.youtube.com/@KarlsruherMatheClub zahlreiche für das Projekt produzierte Videos bei.